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Atopische Dermatitis
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Die Atopische Dermatitis beim Hund, häufig auch Umweltallergie, Pollenallergie oder canine Atopie genannt, ist eine allergisch bedingte Hauterkrankung.
Bei einer Atopie zeigt das Immunsystem eine überschießende Reaktion auf den Kontakt mit sonst harmlosen Substanzen wie Pollen vom Bäumen und Gräsern, Schimmelpilzen und Hausstaubmilben. Diese Reaktion zeigt sich mit starken Juckreiz vor allem an Gesicht, Pfoten und Bauch. Sie ist einer der häufigsten Ursachen von chronischen Juckreiz bei Hunden und tritt in 75 % der Fälle im Alter von 1-3 Jahren auf.
Atopieformen beim Menschen sind Heuschnupfen, Neurodermitis und Bronchialasthma.
Symptome
Die Hunde haben meist sehr starken Juckreiz vor allem im Gesicht, an der Schnauze, im Zwischenzehenbereich, am Bauch, in der Leistengegend, an den Ohren und in den Achselhöhlen.
Um den Juckreiz zu lindern Kratzen, Knabbern Reiben sich diese Hunde und es kommt zu Haarverlust, Hautrötung und trockener, gereizter Haut. Bei weißen Hunden färbt sich das Fell durch den Speichel rötlich.
Durch die mechanische Beschädigung der Haut, können auf normaler Haut vorhandene Bakterien oder Hefepilze in die Haut eindringen und Entzündungsreaktion hervorrufen. Bleiben diese sogenannten sekundär Infektionen unbehandelt kommt es zu weiteren Juckreiz und zu einem undurchdringbaren Teufelskreis.
Ursachen
Die Ursache ist leider bis heute noch nicht ausreichend erforscht. Allerdings weiß man nach heutigem Wissenstand, dass die Anlange dazu vererbt wird.
Prädisponierte Rassen
Franz. Bulldoggen, Engl. Bulldoggen, Boxer, Shar Pei, Dalmatiner, Labrador Retriever, Golden Retriever, Engl. Und Irish Setter, Deutscher Schäferhund, West Highland White Terrier, Fox- und Cairn Terrier, Pudel, Zwergschnauzer.
Als nicht genetische Prädispositionsursachen kommen in Betracht:
- Impfungen
- virale Infektionskrankheiten
- Zeitpunkt der Geburt (Hauptpollenflugzeit)
- frühe Antibiotikagaben
- Darmparasiten etc.
- Stress, Ängstlichkeit und Langeweile begünstigen den Krankheitsverlauf
Diagnosestellung
Die spezifische Diagnose der atopischen Dermatitis ist eine Ausschlussdiagnose. Das heißt, es müssen zuerst alle anderen Hauterkrankungen ausgeschlossen werden, die mit Juckreiz einhergehen.
Differentialdiagnosen:
- Futtermittelunverträglichkeitsreaktion (FUR)
- Flohallergie-Dermatitis (FAD)
- Räude (Sarkoptesmilbe)
- Demodikose (Demodexmilbe
Sind alle anderen Ursachen ausgeschlossen, kann die Diagnose Atopie weitestgehend gestellt werden. Um die Allergene zu identifizieren können dann sogenannte Allergietests angewendet werden (Intrakutantest oder Serumtest). Hierbei wird, nachgewiesen, auf welche Allergene das Tier eine starke körperliche Reaktion zeigt. Doch auch diese Tests müssen immer im Zusammenhang mit dem klinischen, Erscheinungsbild des Patienten interpretiert werden.
Behandlung
Schulmedizinische Behandlung
Lokale Behandlung
- Spezielle Shampoos mit immunmodulierenden Komponenten, juckreizstillender, antimikrobieller, antimykotischer Wirkung
- Lotionen und Sprays
- antiseptischer Ohrreiniger
- antibiotisches, antimykotisches Ohrpräparat
- antiseptische Lösungen gegen Hot Spots
- Spot on Präparate gegen Flöhe
Systemische Therapie
- Kortikoide (Coritson)
- Antibiotika (bei sekundärer bakterieller Infektion)
- Antihistaminika (hilft nicht so gut, wie beim Menschen)
- Essentielle Fettsäuren (dadurch kann die Cortisongabe minimiert werden)
Sehr häufig sehe ich Hunde die mit Kortison behandelt werden. Leider behandelt das Kortison nicht die Ursache und es kommt nach dem Absetzten wieder zu starken Juckreiz. Außerdem führt es langfristig zu anderen Erkrankungen wie Nieren-und Leberschädigungen, Diabetes u.v.m. Auch Antibiotika müssen häufig eingesetzt werden, um bestehende Sekundärinfektionen zu behandeln.
Die meisten Tierärzte raten zu einer die Desensibilisierung, bei der ein individuell auf den Hund hergestelltes Allergenextrakt über mehrere Monate in regelmäßigen Abständen mit steigenden Konzentrationen gespritzt wird. Danach folgt in größeren Abständen die Verabreichung einer Erhaltungsdosis. Leider ist häufig der Fall, dass die Desensibilisierung ein Leben lang erfolgen muss und es kommt nur bei ca. 70 % der Hunde zu einer Besserung.
Es ist trotzdem eine sehr gute Alternative im Gegensatz zu Kortison!
Naturheilkundliche Behandlung
Die naturheilkundliche Behandlung zielt darauf ab das Immunsystem zu regulieren, den Organismus zu entgiftet und den Darm aufzubauen. Denn ein dauerhaft belasteter Darm führt zu einer Überreaktion des Immunsystems.
Durch folgende Therapieformen kann versucht werden, dass Immunsystem zu regulieren und die Symptome zu minimieren:
- Homöopathie
- Autonosoden-Therapie
- Mykotherapie (Vitalpilze)
- essentielle Fettsäuren
- Futterumstellung
- Phytotherapie
Die Behandlung der atopischen Dermatitis verlangt viel Geduld. Denn jeder Hund ist individuell und Bedarf einer individuellen Behandlung. Eine Zusammenarbeit mit Tierärzten ist bei dieser Erkrankung sehr sinnvoll. Gerne berate ich Sie!
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